Diebstahlschutz durch GPS Ortung (Fahrzeug Sicherheit)
Den perfekte Diebstahlschutz
gibt es nicht. Man kann Vorkehrungen treffen, es einem Auto-Dieb schwerer zu machen. Die meisten Autos haben heute eine Wegfahrsperre, die es einem Auto-Dieb erstmal schwer machen oder zumindest Zeit kosten. Aber es ist immernoch kein perfekter Schutz. Ist das Auto erstmal weg, wäre es viel wichtiger, zu wissen, wo es denn nun ist.
KFZ Tracking mit GPS
Interessant und mittlerweile auch in einem recht bezahlbaren Bereich sind GPS Tracker - meist nicht größer als eine Streichholz- oder Zigarettenschachtel, die versteckt im Fahrzeug angebracht, die Position per GPS ermitteln und diese per SMS oder ähnlichem einem authorisierten Empfänger zusenden. Die Technik dahinter ist relativ einfach. Ein GPS Positionsmelder (Tracker) wird ans Bord-Strom-Netz angeschlossen (entweder direkt an die Autobatterie oder an einen Zigarettenanschluss) und dann im Auto versteckt. Der GPS Tracker kann dann, bestückt mit einer SIM Karte, per SMS oder einem Telefonanruf aktiviert werden. Der GPS Tracker verschickt dann eine SMS mit den Koordinaten oder einem Link zu einem Map-Dienst (Google Earth beispielsweise) und man hat die Position des GPS Trackers und damit meist die des Fahrzeuges.
Vorzüge von GPS Trackern
GPS Tracker gibt es recht günstig, beginnend bei ca. 100 Euro bis zu mehreren hundert Euro sind sie zu haben. In ausgewählten Online-Kaufhäusern wie Amazon sind sie schon bestellbar - allerdings nur über dne marktplatz (Drittanbieter). Sie sind recht klein und meistens mit einem Anschluss an den Zigarettenanzünder versehen, somit fällt ein aufwendiger Einbau auch weg. Einmal ans Stromnetz angebunden wird meist auch ein Akku geladen, der 12-48 Stunden vor hält und somit auch Positionen verschicken kann, selbst wenn das Auto abgestellt und aus ist. Somit wäre eine fast ununterbrochene Abfrage der Position möglich. Im Zeitalter der günstigen SMS und Prepaid-SIM Karten sind auch die Kosten überschaubar.
Nachteile und Fehler von GPS Trackern
Leider sind gerade die günstigen GPS Tracker noch nicht ausgereift, generell haben GPS Tracker aber ein großes Problem: In Gebäuden funktionieren sie nicht oder nur schlecht. Gerade kleine Geräte, die nur eine interne Antenne haben, haben keinen guten Empfang zu den Satelitten um eine Positionsbestimmung durchführen zu können.
Ein weiteres Problem, gerade bei den um die 100 Euro ist die Konfiguration. Die GPS Tracker werden meist per SMS konfiguriert, so dass man mehrere SMS an das Gerät und das Gerät mehrere SMS als Antwort schickt (bei einem Gerät mehr als 20 SMS Wechsel), sowas kann schon mal auch ins Geld gehen.
Fazit
Die Idee ist gut und wer 150 Euro über hat, kann es auch versuchen. Die Technik ist allerdings noch nicht ausgereift. Interessant wird das System erst ab einer Geldanlage von 300 Euro oder mehr - mit festem Einbau und Anschluss an das evtl. schon verkaute GPS System des Navis. Wir werden warten, was die Zukunft bringt. Erfahrungsberichte können aber gerne als Kommentar hinterlassen werden.